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Glyphosat verbieten – Campact Diskussion vor dem Bundestag

Kirsten Tackmann war dabei und erhielt von den Campact Vertreterinnen als erste das Wort. Sie sprach nicht nur über den eigentlichen Demokratie-Skandal, dass ein Minister sehr wohl solche Alleingänge starten kann wie BM Schmidt bei der EU-Entscheidung zu Glyphosat. Sie sprach auch über breite Bündnisse, die auf dem Weg zum Glyphosat-Verbot – dem Vorsorgeprinzip verpflichtet – notwendig sind.

Tackmann zu Antrag „Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel in Deutschland verbieten“ (19/226)

„Leider hat Minister Schmidt mit seinem eigenmächtigen Ja zu Glyphosat in Brüssel leider der Landwirtschaft einen Bärendienst erwiesen, vor allem den Betrieben, die sich längst auf den Weg zu anderen Ufern gemacht haben. Deshalb muss nach diesem bösen Foul tatsächlich konsequent im Sinne des Vorsorgeprinzips gehandelt werden.“, so Dr. Kirsten Tackmann in Ihrer Rede zum Tagesordnungspunkt Glyphosat am 12. Dezember 2017 im Deutschen Bundestag.

Die Glyphosat-Posse des Bundesagrarministers Schmidt

BM Schmidt versteht seinen geleisteten Amtseid wohl auch als „freiwillig verbindlich“. Bei seinem Zustimmungs-Alleingang zur Zulassung von Glyphosat für weitere fünf Jahre werden die Gesundheitsrisiken hingenommen, obwohl sich die Wissenschaft über die Gefährlichkeit für den Menschen streitet. DIE LINKE sagt, auch nur dem geringsten Verdacht auf das NoGo „Krebserregend“ ist nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln und Glyphosat zu verbieten.

LINKER Glyphosat-Antrag

Glyphosat ist seit dem 27.11.2017 für fünf weitere Jahre auf EU-Ebene zugelassen. Dabei sind die genauen Wirkungen von Glyphosat auf Mensch, Tier und Natur nach wie vor ungeklärt (insbesondere Kanzerogenität). Der Antrag fordert einen Gesetzentwurf, um den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmittel in Deutschland zu verbieten und fordert kurzfristig eine Reihe von ökologischen Auflagen und Sofortmaßnahmen zur Beschränkung des Einsatzes.