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Thema: MwSt-Erhöhung für Fleischprodukte – Diskutieren Sie mit!

TackmannDisktuiert_3

 

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3 Kommentare

  1. Christian Rehmer

    Die Tierhaltung in Deutschland muss umfassend umgebaut werden. Das hat der Wissenschaftliche Beirat beim BMEL in seinem Nutztiergutachten mehr als deutlich aufgeschrieben. Er hat auch aufgezeigt, dass das 3-5 Mrd. Euro im Jahr kosten wird und natürlich nicht nur von den Landwirt*innen getragen werden kann. Fördermittel sind dafür bereit zu stellen (bspw. durch 15% Umschichtung von Säule 1 in Säule 2), aber auch Verbraucher*innen müssen ihren Beitrag leisten. Daher finde ich die Streichung der ermäßigten Mehrwertsteuer (das ist keine Erhöhung!) auf alle tierischen Lebensmittel (also nicht nur Fleisch) richtig. Das darf aber nur ein Baustein unter vielen Bausteinen sein, sonst würden nur die Verbraucher*innen den Umbau der Tierhaltung bezahlen. Das wäre nicht richtig.

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    • Böck

      Werter Herr Rehmer, darf ich Ihren Beruf wissen ? Mein Name ist Böck, bin bin Dipl.-Agrar-Ingin. (HSA) und seit 32 Jahren in der LW tätig.
      WARUM sollen die Landwirte , die übrigens auch Bürger u. Verbraucher sind, diese Kosten allein tragen ???
      Gehen Sie auch Sa.+ So. arbeiten und noch in der Frühe ab ca. 5 Uhr ? In welchen Agrarbetrieben waren Sie schon ?
      Wir laden Sie gern zu einem Mini-Praktikum gegen die übliche Entlohnung bei uns ein !
      Nichts ist für alle schädigend, wenn UNWISSENDE – FACHINKOMPETENZ über die anderen urteilen ! Ich sage ja auch nicht zum Arzt, ich kann operieren ….
      WARUM traut sich denn die POLITIK nicht an die Millionäre des Handels und der Verarbeitung heran, was diese Kosten betrifft ? ALDI / METRO etc. sowie „Müller“, der auch noch mit Werbegeldern die braune Suppe stützt.
      Die Herangehensweise ist vom GRUNDANSATZ her falsch u. wenn man das polit. nicht auf den Weg bringen kann, helfen palavernde Worte erst gar nichts und man sollte sich raushalten bzw. die „Betroffenen- Ernährer des Volkes = Bauern “ heranziehen. Aber vielleicht habe ich ja Ihre Zeilen falsch interpretiert ? Wir Landwirte haben von der erhöhten MWSt. auf unsere Produkte gar nichts ! Wir müssen diese an den Staat abführen, dann haben wir noch weniger ! denn es ist recht unwahrscheinlich, dass die Verarbeitungsindustrie das nicht durchreicht … wie immer nach unten zu den Urproduzenten !, die die eigentlich die meiste und schwerste Arbeit damit haben. Wir dürfen beim Staat = FA saldieren 19 % für Ersatzteile, Dünger, PSM , STROMKOSTEN , gegen abzuführende 7 % für MiIch , Fleisch , Getreide…, (Urprodukte- Rohprodukte – unverarbeitet) dadurch bekommen wir noch ein bisschen … Steuern zurück.

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      • Christian Rehmer

        Sehr geehrte Frau Böck, Sie fragen mich „WARUM sollen die Landwirte , die übrigens auch Bürger u. Verbraucher sind, diese Kosten allein tragen ???“. In meinem Kommentar habe ich geschrieben: „Er hat auch aufgezeigt, dass das 3-5 Mrd. Euro im Jahr kosten wird und natürlich nicht nur von den Landwirt*innen getragen werden kann. Fördermittel sind dafür bereit zu stellen (bspw. durch 15% Umschichtung von Säule 1 in Säule 2), aber auch Verbraucher*innen müssen ihren Beitrag leisten.“ Dabei habe ich auf das Nutztiergutachten des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung hingewiesen, welches Sie sicherlich bereits gelesen haben. Dort ist sehr detailliert beschrieben, was alles umgebaut werden müsste und wie das finanziert werden kann. Eben nicht nur durch die Landwirtschaft, sondern entlang der Wertschöpfungskette und durch Fördermittel (bspw. anstatt Flächenprämie). Was die Strukturen und Machtkonzentrationen des vor- und nachgelagerten Bereiches betrifft, kann ich Ihnen den KONZERNATLAS 2017 empfehlen. Er wurde von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem BUND (hier arbeite ich), der Böll-Stiftung, Germanwatch und Oxfam herausgegeben. Wieso Sie bei einem sehr sachlichen Kommentar so unsachlich antworten, ist mir ein Rätsel. DBV und die Landesbauernverbände werben immer darum, dass miteinander diskutiert wird. Auch MdB Tackmann wird diese Seite eingerichtet haben, um sachlich das Für und Wider eines Themas zu beleuchten. Großbuchstaben und Wörte wie „palavern“ helfen dabei eher weniger. MfG, Christian Rehmer

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