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Der Bund muss beim Herdenschutz helfen

Seit 2005 kämpft DIE LINKE darum, dass die Existenznot in der Schafhaltung ernst genommen wird. Die Schäferinnen und Schäfer haben mit Schafen am Brandenburger Tor demonstriert, sie sind aus Protest mit ihren Herden quer durch unser Land gezogen, sie haben zu Runden Tischen geladen. Das war Jahre bevor der Wolf zum zusätzlichen Problem wurde! Mit unzähligen Anträgen und Anfragen hat DIE LINKE die berechtigten Anliegen vorgetragen. Von der Weidetierprämie, über einen Nothilfefonds anlässlich des dramatischen Ausbruchs der Blauzungen-Erkrankung bis hin zum Herdenschutz. Leider alles ohne Erfolg. Wo waren eigentlich all die Jahre die selbsternannten Schafsrächer, die jetzt zum großen Halali auf den Wolf blasen?

Bundesregierung ignoriert wachsende Fachkräftelücke in der Schafhaltung

„Die Bundesregierung ignoriert die wachsende Fachkräftelücke in der Schafhaltung. Dabei ist sie offensichtlich. Wenn nach Angaben der Bundesregierung nur 70 Lehrlinge in der Ausbildung zum Tierwirt/ Schäferei sind, werden bei einer dreijährigen Ausbildungszeit zwischen 20 und 30 ihre Ausbildung abschließen. Aber allein auf dem selbstorganisierten online „Stellenmarkt für Schäfer“ sind für 2016 100 und für 2017 101 Stellenanzeigen dokumentiert. Und das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Dass die Bundesregierung dennoch keinen Handlungsbedarf sieht, ist unverantwortlich und ein erschreckender Realitätsverlust auf Kosten der Schäferinnen und Schäfer.“, kommentiert die Agrarpolitikerin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Dr. Kirsten Tackmann, die Antwort der Bundesregierung auf ihre schriftliche Frage (schriftliche Frage Nr. 1/56).